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Nachdem Ihr Welpe ausgiebig "sein" Haus und "seine" Familie kennengelernt hat, können Sie langsam anfangen, Ihren Welpen für ein paar Minuten alleine zu lassen. Am besten Sie begrenzen seine Auslaufmöglichkeiten im Haus - also nicht überall rumlaufen lassen - verabschieden sich ohne großes Tamtam mit den Worten: "Pass schön auf, Herrchen kommt gleich wieder!" ...und gehen. Vergewissern Sie sich vorher, dass Ihr Welpe sein Lieblingsspielzeug hat und evtl. einen Gegenstand zum Knabbern (Kauknochen o.a.). Verlassen Sie dann aber wirklich Haus und Hof und fahren Sie mit dem Fahrrad oder Auto 5 Minuten spazieren.
Beim Zurückkommen, wenn der Welpe dann unsere Aufmerksamkeit erlangen will, begrüßen Sie
ihn erstmal nicht, sondern ignorieren ihn. Hängen Sie Ihren Mantel beispielsweise erstmal weg oder gehen in die Küche und schenken sich etwas zu trinken ein, denn Sie sind der Chef, und jetzt darf geknuddelt und sehr überschwenglich gelobt werden. Auch ein tolles Leckerlie darf da natürlich nicht fehlen. Diese Übung wäre ratsam einmal pro Tag zu wiederholen. Später wird dann einfach die Zeitspanne immer etwas ausgedehnter.
Viele Hunde die "Verlassenheitsängste" haben, trauern gar nicht um ihre Besitzer. Hier wurde einfach die Rangordnung nicht geklärt! Die Hunde haben dann Panik, dass ihren Schutzbefohlenen draußen in der großen weiten Welt etwas passieren könnte und kommen deshalb in Stress. Um das erst gar nicht aufkommen zu lassen, soll man ohne großes Tamtam gehen und kommen können.
Als Chef hat Herrchen/Frauchen das Recht zu kommen und zu gehen wie es Ihm passt. Wenn die Rangordnung nicht stimmt, dann ist Herrchen aber eher sein Kind und er, der Welpe, fühlt sich wie eine Mutter, deren Kind, nämlich Herrchen, einfach weggelaufen ist, obwohl die Mutter, ihr Welpe, es nicht erlaubt hat und er, der Welpe, sich jetzt große Sorgen machen muß. Um diese Sorge bzw. den Stress abzubauen, wird Ihr Welpe evtl. die Wohnung zerlegen oder laut und unaufhörlich bellen.
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